07.10.2026, 07.35
Schwyzerörgeli und Kontrabass schufen eine freudige Stimmung in der Meierskappeler Kirche. Im Altarraum standen Kürbis, Äpfel, Birnen, Zwiebel und noch einiges mehr auf zwei Strohballen, – vor dem Altar ein Korb mit wunderbaren Früchten.
Und doch war es dieses Jahr leicht anders. Die Strohballen waren ausgeliehen, die Landi verkaufte keine mehr. Grosse Hitze und Unwetter hatten der Ernte geschadet, zwei Schnitte waren beim Heu gleichsam ausgefallen, die LandwirtInnen hatten den Wintervorrat geben müssen oder Tiere verkaufen. – Und dennoch hatten wir Grund zu danken. Die Birnen waren klein, früh vom Baum gefallen, aber süss. Ein Teil der Äpfel war durch die Hitze am Baum gefault, aber in Rotkreuz war der Mais gut geworden, während in anderen Teilen der Schweiz die Maisernte komplett ausgefallen war.
Danken kommt von Denken: Wer aufhört zu denken, kann nicht bewusst danken. Wenn wir anfangen zu denken und Rückblick halten auf unser Leben, finden wir, – mag unsere Lebensgeschichte noch so schmerzlich sein, Grund zu danken. Heisst nicht danken auch, das Positive in unserem Leben anzuerkennen? Dieser Dank an Gott für Gutes hilft uns, das Schwere in unserem Leben anzunehmen.
Franzi Hüsgen, Pfarreiseelsorgerin